Essstörungen- immer noch ein Tabu Thema?



Eigentlich nicht – viele machen es aber immer noch dazu.


Warum? Ganz einfach – darüber reden würde bedeuten, es sich selbst einzugestehen. Wer gibt schon gerne zu, dass er ein Problem hat, dass anscheinend nur er alleine hat in seinem Umfeld. Dazu kommen auch noch Gefühle wie – Scham, Selbstzweifel (warum bin ich nur so willensschwach) Unsicherheit…

Wann kann man eigentlich von einer Essstörung ausgehen?

Du hast schon zig Diäten ausprobiert? Nie lange durchgehalten, oder danach das Gewicht gleich wieder oben gehabt, oder sogar mehr?

Deine Gedanken kreisen ständig ums Essen?

Heißhungerattacken? Nie wirklich satt? Wenn du einmal beginnst zu essen, kannst du es nicht mehr wirklich kontrollieren?

Dazu kommen dann noch körperliche Probleme – Darmprobleme, Bauchschmerzen, Gastritis, Blähungen, Diabetes , Fettleber, Nierenprobleme, Gelenksprobleme wegen Übergewicht , Schwindel wegen zu wenig Essen, Nährstoffmangel (zu viel falsches Essen) Kopfschmerzen, usw…

Schritt 1 wäre erstmal-eingestehen, JA ich habe ein Problem und ich kann/will so nicht mehr weiter machen.

Schritt 2 mit jemandem darüber reden und Hilfe suchen.

Schritt 3 – Hilfe annehmen und damit rechnen, dass man sein Leben umkrempeln muss

Unsere heutige Ernährung ist großteils ungesund unnötig und sogar schädlich. Punkt.

Back to the basics , so einfach wie möglich halten.

Probleme dabei – die äußeren Einflüsse , wie etwa- die lieben Verwandten, Freunde, Kollegen, Einladungen etc.

Das nächste größere Problem - einkaufen gehen – Hauptaugenmerk auf NICHT verarbeitete Lebens- mittel – da bleibt nicht mehr viel übrig! Geh mal ganz bewusst durch einen Supermarkt und lies dir die Zusatzstoffe durch auf den Produkten.

Ein paar Erklärungen zum Verständnis – Kohlenhydrate = Zucker! Kohlenhydrate machen hungrig. Zuviele KH braucht der Körper nicht und kann sie auch nicht verwerten. 100 – höchstens 150 g , mehr kann der Körper sowieso nicht speichern. Der Rest wandert dann sowieso in die Fettzellen, oder bleibt im Blut und schwimmt herum, da die Zellen schon wegen Überfüllung dicht machen. Daraus entsteht dann eine Insulinresistenz – Diabetes

Fructose Fruchtzucker – noch schlimmer – dieser wird nicht über die Bauchspeicheldrüse verstoffwechselt, sondern über die Leber – das Ergebnis – die Fettleber.

Wir überschwemmen Tag für Tag unseren Körper mit unnötigen Nahrungsmitteln, die den Körper nur unnötig belasten und krank machen. Wir verwirren somit unseren Körper . Wer kennt noch ein richtiges Hungergefühl? Bewusst genießen? Ganz ehrlich, wem schmeckt eigentlich wirklich ein gedämpfter Brokkoli, oder sonstiges Gemüse , ohne Gewürze, Sauce oder Käse?

Durch jahrelange Selbstversuche ( ja auch ich hatte/habe Essstörungen) musste ich mir selbst eingestehen , dass ich es mit einer Sucht zu tun habe, die ich nur bekämpfen kann, indem ich alles vermeide, dass bei mir einen Rückfall auslöst.

Ganz oder gar nicht! Ich musste lernen, alles wegzulassen, worauf mein Körper reagiert –

Zucker , Fruchtzucker, meine heißgeliebten Milchprodukte wie Käse und Joghurt

Und siehe da – reduziert auf bestimmte Nahrungsmittel – habe ich es endlich geschafft , nicht mehr Sklave dieser ständigen Gedanken ans Essen zu sein. Essen soll in erster Linie Mittel zum Zweck sein, und zwar der , den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, um reibungslos zu funktionieren.

Es gibt einen Satz , der bei mir regelrechte Aggressionen auslöst, und zwar –

ABER ICH MÖCHTE/MUSS MIR JA AUCH MAL WAS GÖNNEN!

Ich muss gar nix – Ein Stück Torte, ein Eis, Süßigkeiten, Pizza, Nudeln usw. , es gibt für alles einen gesunden Ersatz, falls wirklich nötig!

Aber ganz ehrlich – es verlangt mich immer seltener danach. Ich weiß, was diese „Lebens“mittel bei mir anrichten. Danke nein! Wir haben nur dieses eine Leben, diesen einen Körper und den heißt es , so gesund wie möglich zu halten.

Ein trockener Alkoholiker kann auch nicht sagen, ach heute gönn ich mir mal ein Gläschen, ein Drogenabhänginger deto. Genauso sollten es Menschen sehen, die ein Problem mit dem Essen haben. Es ist eine Sucht. Eine Sucht bekämpft man nur mit Abstinenz!

Darum sollte man sich fragen – ist es mir wert, mein Essverhalten komplett umzustellen, oder nicht.

Ich behaupte nicht, dass es einfach ist, aber es ist möglich!


Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Low carb Cheeseburger Rolle

Zutaten: Für den Teig: 250 g Topfen 20 % 120 g Reibekäse 3 Eier Salz, Pfeffer Für die Fülle: 300 g Faschiertes 120 g Scheibletten Käse 3-4 kleine Gurkerl 1 Zwiebel 50 g Ketchup, zuckerfrei 20 g Senf

HÄNGENDE SCHULTERN

Wir sitzen häufig nur noch am Schreibtisch vorm Computer oder Handy und bewegen die Arme in einen 1m2 großen Feld vor unserem Körper. Und selbst wenn sich jemand noch aufraffen kann und ins Fitnessstu